• Home
  • /
  • Der verfressene Labrador ist bloß ein Mutant

Der verfressene Labrador ist bloß ein Mutant

von Jenny | Gesundheit, Kurioses

Foto eines braunen Labradors

Hundebesitzer erhalten manchmal ungebetene Ratschläge. Besitzer übergewichtiger Hunde dürfen sich häufiger mal vorwurfsvolle Tipps zur richtigen Ernährung und Bewegung anhören. Allerdings könnte das bei Labrador-Retrievern und Flat Coated Retrievern Unschuldige treffen, denn eine Genmutation kann diese Tiere besonders verfressen gemacht haben.

Etwa 25% der Labradore und 66% der Flat Coated Retriever besitzen die sogenannte POMC-Genmutation. Betroffene Hunde neigen dazu, zu viel zu fressen, weil sie zwischen den Fütterungseinheiten schneller Hunger bekommen als Hunde, die die Mutation nicht haben.

Erwachsene Hunde mit und ohne Mutation wurden an der University of Cambridge untersucht. Sie bekamen dreimal in der Stunde eine Dose Hundefutter hingestellt und durften so viel fressen, wie sie wollten. Hier war zunächst kein Unterschied zwischen den Hunden festzustellen. Alle schienen sich mit einer ähnlichen Menge an Futter satt zu fühlen.

Passend dazu bei uns im Shop

Artikelfoto eines Hundebandanas

Bandana - Isst du das noch?

Foto eines T-Shirts mit dem Spruch "Isst du das noch?" und einem Labrador im Comic-Stil

Isst du das noch? - T-Shirt

Bei einem weiteren Versuch wurden die Hunde wie üblich gefüttert. Im Anschluss wurde eine Wurst in einer verschlossenen, aber transparenten Dose präsentiert. Die Hunde konnten also sehen, dass eine Wurst darin lag, aber sie war nicht erreichbar. Das Verhalten der Tiere wurde beobachtet und es zeigte sich, dass die Vierbeiner mit Mutation deutlich energischer versuchten, an den Leckerbissen zu kommen. Ein Hinweis darauf, dass sie vermutlich schneller wieder Hunger bzw. Appetit haben als Hunde ohne die POMC-Mutation.

Aber das war noch nicht alles. Auch die Atemluft der einzelnen Tiere wurde untersucht. Denn über diese kann man den Energie-Grundumsatz  eines Lebewesens messen. Und es wurde festgestellt, dass die „Mutanten“ obendrein auch noch weniger Kalorien benötigen – ganze 25% weniger.

Das bedeutet, dass jene „mutierten“ Fellnasen vermutlich nicht nur schneller hungrig werden, sondern zusätzlich auch noch erheblich weniger Futter benötigen als Hunde ohne diese Mutation. Sie essen also nicht nur mehr, sie benötigen zugleich auch noch weniger. Kein Wunder also, dass einige Retriever übergewichtig sind.

Die Studie ist hier auf Englisch nachzulesen. Ein Video wurde ebenfalls von der Universität zur Verfügung gestellt:

Das könnte dich auch interessieren:

Bild eines schlafenden Mopses mit leicht offenem Auge

Schläft mein Hund mit offenen Augen?

Hättest du schon mal den Eindruck, dein Hund würde mit offenen Augen schlafen? Das tut er mehr oder weniger tatsächlich und es kommt gar nicht so selten vor. Weshalb deine Fellnase mit geöffneten Augen schläft, erfährst du hier. Im Vergleich zu uns Menschen, die im...

mehr lesen...
Foto einer zerbrochenen Tafel Schokolade und Mandeln

Ist Schokolade giftig für Hunde?

Schokolade und Kakao enthalten Theobromin, eine Substanz, die für Hunde giftig ist. Theobromin gehört zur Gruppe der Xanthine und wird nur äußerst langsam im Hundekörper abgebaut. Daher können Hunde diesen Stoff nicht so effizient verstoffwechseln wie Menschen. Der...

mehr lesen...
Foto eines Labradorwelpen im Gras

Warum fressen Hunde Gras?

Falls dein Hund Gras frisst, hast du dich sicherlich schon mal gefragt, ob das normal oder ein Grund zur Sorge ist. Tatsächlich gibt es unterschiedliche Gründe und Annahmen, weshalb Hunde Gras fressen. Eins vorne weg: Im Normalfall ist es unbedenklich. Aber auch hier...

mehr lesen...
Bild eines Labradoodles

Sind Pudel-Hybride schlimmer als ihr Ruf?

Die Zucht von Pudelmischlingen hat aufgrund von Beliebtheit dieser Fellnasen in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Ob Labradoodle (Labrador + Pudel), Cockapoo (English Cocker Spaniel + Pudel) , Goldendoodle (Golden Retriever + Pudel) oder auch Maltipoo...

mehr lesen...
Bild eines Shiba Inus beim Mantrailing

Mantrailing: Fährtensuche mit Hund

Das Interesse an Mantrailing wächst. Auch im privaten Bereich nimmt diese Form der Beschäftigung für Vierbeiner und ihre Nasen stetig zu. Der ausgezeichnete Geruchssinn unserer Hunde glänzt beim Mantrailing und lastest Fellnasen auf ideale Art aus.   Was ist...

mehr lesen...
Bild eines Weimaraners mit Halsband

Das richtige Halsband für deinen Hund

Auf dem Markt für Hundeprodukte gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Halsbändern, die sich nicht nur in Form und Material unterscheiden, sondern auch in ihrer Funktion bzw. in ihrer technischen Beschaffenheit. Im Folgenden findest du Anhaltspunkte und...

mehr lesen...