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Mantrailing: Fährtensuche mit Hund

von Jenny | Allgemein, Hundesport, Trends

Bild eines Shiba Inus beim Mantrailing

Das Interesse an Mantrailing wächst. Auch im privaten Bereich nimmt diese Form der Beschäftigung für Vierbeiner und ihre Nasen stetig zu. Der ausgezeichnete Geruchssinn unserer Hunde glänzt beim Mantrailing und lastest Fellnasen auf ideale Art aus.

 

Was ist Mantrailing?

Mantrailing ist ursprünglich eine Personensuche unter Einsatz von Hunden, die über ihren Geruchssinn vermisste, verschüttete oder auch geflohene Personen über kilometerweite Strecken erschnüffeln. Häufig kommen die tierischen Fähigkeiten bei Rettungshundestaffeln zum Einsatz, um Menschenleben zu bewahren. Die herausragende Leistung einer Vierbeinernase, aus diversen Gerüchen genau den Geruch der gesuchten Person herauszufiltern, zeichnet ihn als Mantrailer aus.

 

Warum Mantrailing?

Mit bis zu 10 Millionen Riechzellen können wir den bis zu 300 Millionen Riechzellen einer Hundenase einfach nicht das Wasser reichen. 10% ihres Gehirns sind dafür zuständig, Informationen zu Gerüchen zu verarbeiten. Demgegenüber steht im menschlichen Hirn lediglich 1%. Dies veranschaulicht, dass Hunden schnüffeltechnisch in einer ganz anderen Welt leben als wir. Es verdeutlicht auch, weshalb der gezielte Einsatz der Hundenase eine perfekte Freizeitbeschäftigung ist und zu einer artgerechten Haltung maßgeblich beiträgt. Ob durch kleine Nasenspiele daheim oder durch die spezialisierte Form des Mantrailings, Naseneinsatz ist für jeden felligen Mitbewohner eine gute Wahl.

Mantrailing fordert nicht nur das geistige Vermögen deines Vierbeiners, es stärkt auch die Beziehung von Hund und Mensch. Aber nur in einem guten Team, in welchem die Kommunikation stimmt, ist eine Personensuche erfolgreich. Herrchen oder Frauchen muss die Signale verstehen und richtig deuten können. Gegenseitiges Vertrauen ist ebenfalls gefragt. Unwegsames Gelände oder schlecht einsehbare Umständen erfordern, dass sich beide aufeinander verlassen können müssen. Da zum Teil über lange Strecken gesucht und geschnüffelt wird, kommt automatisch auch die körperliche Komponente nicht zu kurz.

Daher ist es nicht überraschend, dass Mantrailing immer stärkerer Vertreter innerhalb der Hundesportszene wird. Auslastung und Teamwork liefern die besten Gründen für diese Entwicklung.

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Wie wird mein Hund Mantrailer?

Die Fähigkeit, dass dein Hund sich fokussieren kann, ist Grundlage für das Mantrailing. Das heißt, er muss in der Lage sein, Reize der Außenwelt ausreichend zu ausblenden, um sich letztendlich einzig auf den Geruch einer einzelnen Person konzentrieren zu können. Im ersten Schritt muss dein Hund allerdings erst einmal nur in der Lage sein, für wenige Minuten aufmerksam zu sein. Dementsprechend gibt es auch nicht wirklich ein Mindestalter. Von Welpe bis zum erwachsenen Vierbeiner kann jeder mit dem Mantrailing beginnen. Bei dem Wunsch, dass der eigene Hund ein Profi werden soll, der eine offizielle Ausbildung in einer Rettungshundestaffel absolviert, empfiehlt es sich selbstverständlich, so früh wie möglich anzufangen.

Weitere Notwendigkeit ist eine gewisse körperliche Fitness, damit längere Strecken problemlos gemeistert werden können. Aber auch dreibeinige Hunde können diesen Hundesport im Einzelfall ausleben.

Darüber hinaus sollten kurzschnäuzige Rassen wie Französische Bulldoggen, Möpse oder Pekinesen von einem Mantrailing absehen. Ihre stark verkürzten Nasen- und Atemwege sorgen allzu schnell für Atemprobleme, wenn es um reine Nasenarbeit geht.

Ob dein Hund selbstgeführt mit Hilfe von Büchern, in Kursen von Hundeschulen oder in einem Rettungshunde-Verein zum Mantrailer wird, liegt ganz bei dir, euren Vorlieben und den Eigenschaften, die deine Fellnase mitbringt.

 

Hunderassen, die sich besonders gut eignen

Durch die lange und intensive Zuchtgeschichte liegen Jagdhunde vorne, wenn es um das Erschnüffeln eines Geruchs geht. Dies wären im Besonderen:

  • Schweißhunde wie der Hannoversche Schweißhund, der Bayerische Gebirgsschweißhund und die Alpenländische Dachsbracke

  • der Bloodhound

  • Deutsch Drahthaar

Aber auch Golden Retriever oder Labrador Retriever eignen sich durch ihre Jagdhundgene gut für diese Aktivität.

 

Was brauche ich fürs Mantrailing?

Als Grundausrüstung benötigt man eine Schleppleine von 5 bis 10 Metern. Der gesamte Sport findet an solch einer Leine statt. Sie sollte robust und abwaschbar sein. Ferner ist ein Hundegeschirr zu empfehlen, welches nur beim Mantrailing zum Einsatz kommt. Es wird sozusagen die Arbeitskleidung deines Vierbeiners und für ihn zum Signal, dass trainiert wird. Ein Lieblingssnack oder ein Lieblingsspielzeug als Motivation oder als Belohnung bei einem erfolgreichen Suchabschluss ist ein absolutes Muss.

Letztlich benötigt man natürlich noch einen Geruch, den dein Hund suchen muss. Sicher verstaut in beispielsweise einem verschließbaren Gefrierbeutel, damit keine Fremdgerüche die Probe verunreinigen.

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Du suchst Beschäftigung für deinen Hund, die ihn geistig auslastet? Hier findest du weitere Ideen, Anregungen und konkrete Vorschläge:

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