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Werden Menschen mit Angst vor Hunden eher gebissen?

von Jenny | Wissenswert

Foto eines motzigen braun-weißen Chihuahuas

Viele (innere wie auch äußere) Faktoren sind ausschlaggebend, ob ein Hund beißt oder nicht. Studien legen jedoch nahe, dass bestimmte Personengruppen eher von einem Hund gebissen werden als andere.

Hunde riechen Angst

Um jemanden einzuschüchtern, ist der Spruch „Und er kann Angst riechen!“ besonders von Kindern schon oft gehört worden. Rein wissenschaftlich ist er nicht von der Hand zu weisen. Der Zustand Angst hat selbstverständlich Einfluss auf unsere Biochemie, dementsprechend verströmen wird bei echter Angst auch andere Duftstoffe als in einem entspannten Zustand. Unsere Vierbeiner können diese Gerüche wahrnehmen. Sie werden dadurch alleine aber nicht zu einem aggressiven Beißer. Dafür braucht es weitere Faktoren.
Die Auswertung einer Studie der University of London aus dem Jahr 2018 zeigt jedoch, dass ängstliche Menschen tatsächlich eher von Hunden gebissen werden. Im Artikel der Forscher ging es um die emotionale Stabilität und das Vorhandensein von Neurosen. Je emotional gefestigter und neurosenfrei ein Mensch ist, desto unwahrscheinlicher ist es, von einem Hund gebissen zu werden. Die Gründe dafür wurden nicht weiter in der Auswertung erläutert.
Man kann jedoch davon ausgehen, dass stark verunsicherte Menschen eher dazu neigen, sich ungewöhnlich gegenüber einem Hund zu verhalten. Seien es schnelle, schreckhafte Bewegungen, aggressives Verhalten gegenüber einer Fellnase oder schrilles, lautes Verhalten: Alles kann dazu führen, dass ein Vierbeiner nicht nur irritiert ist, sondern selbst auch ängstlich wird. Und Angst beim Hund kann ihrerseits wieder Auslöser für Aggressionen gegenüber Menschen sein.

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Spezialfall Kinder

In den Fallzahlen zu Hundebissen tauchen in großer Vielzahl auch Kinder auf. Besonders Kleinkinder und Neun- bis Zwölfkinder sind hier stark vertreten. Auslöser sind hierbei eher weniger auf emotionale Stabilität oder Neurosen zurückzuführen. In den meisten Fällen kommt es zu Beißvorfällen mit dem Familienhund. Dieser möchte sein Futter verteidigen und schnappt zu. Es liegt an der Kommunikation zwischen Mensch und Tier. Kleine Kinder sind häufig nicht in der Lage, die Signale, die vom Hund ausgehen, richtig zu lesen, und geraten so in Situationen, die gefährlich werden können. Egal, ob Zeichen der Verunsicherung seitens des Hundes oder wenn er knurrt. Zwischen Spaß und Spiel zu unterscheiden, fällt Kindern bis zu einem gewissen Alter und Wissensstand schwer.

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